Tiergestützte Begleitung – 6 Gründe, warum sie so heilsam wirkt

Inhaltsverzeichnis

1. Tiere stärken Selbstwert und innere Ressourcen

Tiergestützte Begleitung fördert den Selbstwert und hilft, innere Ressourcen zu aktivieren.
Auf dem Tierlacherhof entstehen durch den Kontakt mit unseren Tieren positive, stärkende Erlebnisse.
Diese Momente können für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu einer wertvollen inneren Kraftquelle werden – etwas, worauf sie in schwierigen Lebenssituationen zurückgreifen können.
Kinder erfahren Nähe, ohne dafür etwas leisten zu müssen. Menschen mit Depressionen spüren neuen Lebensmut.
Und alle erleben: Ich bin gut so, wie ich bin. Ich bin wertvoll. Ich kann etwas.

2. Tiere akzeptieren uns so, wie wir sind

Ein zentraler Wirkfaktor tiergestützter Arbeit liegt in der vorbehaltlosen Akzeptanz der Tiere.
Sie achten nicht auf Aussehen, Kleidung oder Status. Sie haben keine Vorurteile und keine Erwartungen.
Für sie zählt nur der Moment. Genau das macht Begegnungen mit ihnen so besonders heilsam – und schafft einen Raum, in dem Heilung, Vertrauen und echtes Selbstgefühl wachsen können.

3. Achtsamkeit und Selbstkontrolle

Tiergestützte Therapie und pädagogische Arbeit fördern Achtsamkeit und Selbstregulation.
Tiere reagieren unmittelbar auf unser Verhalten.
Wenn ein Kind merkt, dass das Kaninchen flieht, wenn es zu laut ist oder sich zu schnell bewegt, beginnt es, sich selbst zu beobachten.
Es lernt, Rücksicht zu nehmen, leiser zu werden, sich zu kontrollieren – nicht, weil jemand es verlangt, sondern weil es selbst die Erfahrung macht: „So funktioniert Nähe.“

4. Lernen durch Beobachtung und Perspektivenwechsel

In der tiergestützten Begleitung werden Tiere zu wertvollen Spiegeln unseres eigenen Verhaltens.
Wer Tiere aufmerksam beobachtet, erkennt vieles, was sich auch auf das eigene Leben übertragen lässt.
Ihr Verhalten kann zum Spiegel werden – für Beziehungen, Gefühle oder unseren Umgang mit Herausforderungen.
Dabei hilft die tiergestützte Arbeit, neue Sichtweisen einzunehmen:
„Wie würde das Tier reagieren?“ oder „Was fühlt das Tier?“
So entsteht ein Perspektivenwechsel, der das eigene Verhaltensrepertoire bereichert und Verständnis fördert – für sich selbst und andere.

5. Sprache, Bewegung und Selbstwert

Tiere wecken Neugier und Motivation – ein zentrales Element vieler tiergestützter Förderangebote.
Kinder, die Schwierigkeiten mit Sprache haben, möchten dem Tier etwas sagen, es rufen, mit ihm sprechen – und überwinden so spielerisch sprachliche Hemmungen.
Andere Kinder werden durch die Tiere in Bewegung gebracht: Sie laufen, streicheln, beobachten, kümmern sich.
All das stärkt ihr Selbstvertrauen und ihr positives Selbstbild.

6. Begegnung auf Augenhöhe

Das Herzstück der tiergestützten Begleitung ist die Begegnung auf Augenhöhe.
Zwischen Mensch und Tier entsteht eine stille, ehrliche Form von Nähe.
Tiere schenken Vertrauen, Zuwendung und Wärme – und sie nehmen diese auch an.
In dieser echten Begegnung, fern von Leistungsdruck oder Bewertung, liegt die besondere Kraft der tiergestützten Arbeit:
Sie berührt, öffnet und heilt – auf natürliche Weise.

Damit aus diesen Momenten nachhaltige Entwicklungsschritte entstehen, braucht es eine fachlich geschulte Begleitung – Menschen, die die Sprache der Tiere und Empfindung gleichermaßen verstehen.

Am Tierlacherhof fließt beides zusammen: psychologisches Fachwissen, Lebenserfahrung, Herzenswärme und die besondere Kraft unserer Tiere.

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